Ex-Ceyoniq-Manager muss vor Gericht

Thomas Wenzke soll Kredite in Millionenhöhe durch die Fälschung von zwei Abnahmeverträgen erschwindelt haben.

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  • dpa

Weil er die Konzernabschlüsse seines Unternehmens manipuliert haben soll, muss sich von Montag an der ehemalige Software-Manager Thomas Wenzke vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39-jährigen früheren Manager der damaligen Computer Equipment AG Kreditbetrug vor, weil er mit geschönten Bilanzen bei den Banken Kredite in Millionenhöhe erschwindelt haben soll. Er soll die Taten gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Jürgen Brintrup begangen haben, gegen den gesondert ermittelt wird. Beide Manager waren im April 2002 verhaftet worden, wenige Tage, nachdem ihr am Neuen Markt notiertes Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt hatte.

Wenzke soll 1998 zwei Abnahmeverträge zwischen der CE AG und der Sparkassen-Informatik-Systeme West GmbH (SIS West) sowie der Informatik-Zentrum Bayern Softwaregesellschaft der bayerischen Sparkassen GmbH und Co. KG (IZB Soft) gefälscht haben. Er habe die Unterschriften von Verantwortlichen der beiden Unternehmen in Vertragsentwürfe hineinkopiert, so der Vorwurf. Dabei ist es laut Staatsanwaltschaft um Lieferverträge von insgesamt 9,56 Millionen Euro (18,7 Millionen Mark) gegangen. (dpa)/ (tol)