Neues Chip-Design-Konzept für die Kfz-Elektronik
Micronas stellt ein speziell auf die Bedürfnisse von Automobilherstellern zugeschnittenes Chip-Design-Konzept unter dem Namen ActivePackage vor.
Micronas, Hersteller von Spezial-ICs, stellt unter dem Namen ActivePackage ein neues, speziell auf die Bedürfnisse von Automobilherstellern zugeschnittenes Chip-Design-Konzept vor. Man möchte damit Problemen begegnen, die dadurch zustande kommen, dass die Produktzyklen von Elektronik-Chips sehr viel kürzer sind als die von Autotypen. Sobald ein Halbleiterhersteller eine Produktgruppe abgekündigt hat, muss der Kfz-Hersteller die elektronischen Steuereinheiten im Auto oftmals einem kompletten Redesign mit neuen Komponenten unterwerfen.
Das ActivePackage-Konzept sieht vor, innerhalb eines Chips den digitalen Logikteil physikalisch vom I/O-Bereich zu trennen. Damit soll es künftig zwei Chips in einem IC-Gehäuse geben: den Logik- und den Peripherie-Chip. Diese Entkopplung lässt sich dazu nutzen, dass man die Kernlogik in der jeweils neuesten Prozesstechnologie fertigen kann und gleichzeitig den Peripherie-Chip, der ja die Schnittstelle zwischen Prozessor und Steueraufgabe darstellt, unverändert lässt. Gegebenenfalls wird er umprogrammiert.
Das Ergebnis ist ein integrierter Schaltkreis, gefertigt in der jeweils neuesten Technik, der sich aber in seinem Umfeld genauso verhält wie das Vorgängermodell. Mit dem neuen Konzept ist es zudem möglich, neben elektrischen Parametern auch die mechanischen wie etwa Pinbelegung und Gehäuseform über mehrere Chip-Generationen hinweg unverändert beizubehalten.
Ein Schwerpunktbeitrag zu Aspekten digitaler Steuerungstechnik im Auto findet sich in c't-Ausgabe 14/03, die ab kommendem Montag, dem 30. Juni, am Kiosk erhältlich sein wird. (pen)