Citrix will die Desktop-Virtualisierung revolutionieren

Mit dem neuen XenDesktop 4 sollen virtualisierte Desktops so einfach und flexibel wie nie zuvor werden, verspricht Citrix: Die ab Mitte November verfügbare Software soll verschiedene Virtualisisierungsansätze unterstützten.

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Citrix hat mit XenDesktop 4 ein neues Produkt zur Desktop-Virtualisierung angekündigt. Das Unternehmen hebt dabei besonders die Flexibilität seiner Lösung hervor: XenDesktop 4 setzt serverseitig auf Citrix XenServer, Microsofts Hyper-V, VMware ESX oder VMware vSphere auf. Auf der Client-Seite reicht das Spektrum vom vorkonfigurierten Desktop, der an bis zu 500 Anwender ausgeliefert wird, über individualisierbare Desktops in eigenen virtuellen Maschinen bis zu Konfigurationen, in denen jeder Desktop auf einem eigenen Blade läuft. Zudem ist es möglich, einzelne Anwendungen für lokale Desktops bereitzustellen. Citrix nennt das "FlexCast".

Auch an dem Übertragungsprotokoll hat der Hersteller gefeilt: "Enhanced HDX" schickt Flash-Filme komprimiert übers Netz und lässt sie auf dem Client rendern, unterstützt 3D-Grafik, Webcams, VoIP und Audio sowie lokale USB-Geräte und erlaubt am Client die flexible Konfiguration mehrerer Monitore. Bei all dem, so Citrix auf der Grundlage "interner Tests", soll die benötigte Netzbandbreite 90 Prozent geringer sein als bei nicht näher spezifizierten "konkurrierenden Lösungen". Als Clients können PCs, Macs, Thin Clients, Notebooks und Netbooks dienen.

Als Ergebnis einer erweiterten Zusammenarbeit mit Microsoft ist das Management der virtuellen Desktops über Microsofts System Center möglich. XenDesktop 4 unterstützt bereits Windows 7. Einige Hardware-Partner von Citrix, darunter Dell, haben bereits ihre Unterstützung für XenDesktop 4 angekündigt.

XenDesktop 4 soll ab dem 16. November verfügbar sein. Die Software soll in drei Varianten zu Preisen zwischen 75 und 350 US-Dollar pro User angeboten werden, wobei nur die teuerste Platinum Edition alle Möglichkeiten auf Server- und Client-Seite bietet. (odi)