Startschuss fĂĽr zentralafrikanischen Backbone

In den nächsten zehn Jahren sollen elf zentralafrikanische Länder mit modernen Datenleitungen verbunden werden, um die Verfügbarkeit von Breitband-Internet zu erhöhen und Endkundenpreise zu reduzieren.

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In den nächsten zehn Jahren sollen elf zentralafrikanische Länder mit modernen Datenleitungen verbunden werden, um die Verfügbarkeit von Breitband-Internet zu erhöhen und Endkundenpreise zu reduzieren. Wie die Weltbank anlässlich der ITU Telecom World 2009 mitteilt, wird sie gemeinsam mit der African Development Bank (AfDB) für das Central African Backbone (CAB) Program 215 Millionen Dollar (umgerechnet 147 Millionen Euro) zur Verfügung stellen. Dazu sollen weitere 98 Millionen Dollar (67 Millionen Euro) an privaten Investitionen kommen.

Das CAB Programm umfasst nicht nur die technische Realisierung. Wichtig ist den Initiatoren auch, dass die rechtlichen Bestimmungen und Regulierungssysteme der beteiligten Länder harmonisiert werden. So sollen private Investitionen attraktiver und der Wettbewerb gefördert werden.

An der ersten Phase, für die 26,2 Millionen Dollar (17,9 Millionen Euro) vorgesehen sind, werden sich Kamerun, der Tschad und die Zentralafrikanische Republik beteiligen. Später wollen acht weitere Staaten hinzustoßen: Äquatorialguinea, Gabun, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Niger, Nigeria, São Tomé und Príncipe sowie der Sudan. Gegenwärtig dürften die Menschen in der Region die Internet- und Telefondienste mit der geringsten Qualität aber zu den höchsten Kosten in Afrika haben. Nach Angaben der Weltbank müssen sie für Internetdienste bis zum Dreifachen der Gebühren im restlichen Afrika und bis zum Vierfachen der Kosten auf anderen Erdteilen bezahlen.

(pmz)