Teil der Emtec Magnetics soll verkauft werden

Bei dem insolventen Speichermedienhersteller Emtec Magnetics müssen weitere 200 von 450 Mitarbeitern um ihre Arbeitsplätze bangen.

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  • dpa

Bei dem insolventen Speichermedienhersteller Emtec Magnetics müssen weitere 200 von 450 Mitarbeitern um ihre Arbeitsplätze bangen. Wie die Emtec-Gruppe am Dienstag in Ludwigshafen mitteilte, soll die 200 Mitarbeiter zählende Sparte "professionelle Datenmedien" in Willstätt an das US-Unternehmen Imation Corporation verkauft werden. Es wird befürchtet, dass der neue Eigentümer den Bereich schließen will. Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf allerdings noch zustimmen. Bis dahin soll noch mit anderen Interessenten -- unter anderem einer Management-Initiative -- weiterverhandelt werden.

Bei der Emtec-Gruppe, die aus dem BASF-Konzern hervorgegangen war, häufen sich in jüngster Zeit die Insolvenzfälle. Nachdem im April wegen Finanzproblemen das Verfahren gegen die Tochter Emtec Magnetics eröffnet worden war, beantragten Mitte Juni auch die Dachgesellschaft Emtec International Holding und die Vertriebsgesellschaft Emtec Consumer Media die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Noch im Jahr 2001 hatte die Gruppe mit einem Umsatz von mehr als 730 Millionen Euro nach eigenen Angaben zu den größten Herstellern von Speichermedien weltweit gehört. Dazu zählen neben Audio- und Videokassetten sowie CD-R/CD-RW auch Bänder für Großrechner.

Im Werk Willstätt in Baden-Württemberg (Ortenaukreis) sank die Zahl der Mitarbeiter seit Mitte Juni von 464 auf 450. Im Juli des Vorjahres waren es noch 1050 gewesen. Insgesamt war die Zahl der Mitarbeiter in den deutschen Emtec-Unternehmen von Juli 2002 bis Mitte Juni um 969 auf 651 gesunken. (dpa) / (jk)