Linux-Distributor MandrakeSoft will aus Gläubigerschutz heraus

Mandrake kĂĽndigte nicht nur eine bessere finanzielle Lage, sondern auch die Version 9.2 der eigenen Linux-Distribution fĂĽr Ende des Jahres an.

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Von
  • Sebastian Eckel

Francois Bancilhon, Chef des französischen Linux-Distributors MandrakeSoft, hat in einem offenen Brief die Aufhebung des Gläubigerschutzes bis Jahresende angekündigt. Ein Grund für diese Entscheidung sei der seit Januar 2003 positive Cashflow des Unternehmens. Noch Anfang des Jahres hatte MandrakeSoft, nach einer Reihe von Quartalsverlusten, einen Antrag auf declaration de cessation des paiements gestellt, was dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts entspricht.

Bancilhon meinte, ein Grund für das positive Ergebnis sei der überdurchschnittlich gute Absatz von Mandrake Linux 9.1 gewesen. Vor allem über Online-Shops entwickle sich der Verkauf der Version 9.1 gut -- der MandrakeSoft-Chef kündigte auch gleich die Version 9.2 für Ende des Jahres an. Zudem hätten die kurz nach Veröffentlichung der Version 9.1 vorgestellte Serverlösung 2.1 und die Auslieferung der Mandrake-Version für Cluster zur guten Entwicklung beigetragen.

Als Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung der nächsten Zeit kündigte Francois Bancilhon zwei Forschungsprojekte an, für die man bereits finanzielle Unterstützung gefunden hätte. Das eine Projekt soll aus dem Bereich Clustering und des Cycle-Stealing für verteiltes Rechnen kommen; in einem zweiten Projekt will MandrakeSoft Techniken für WLANs und mobile User entwickeln. (see)