Microsoft verlegt Aktivitäten nach Indien
Microsoft hat in Indien ein Call Center eröffnet und damit bei vielen Mitarbeiter Ängste über Arbeitsplatzverlust geweckt.
Microsoft hat in Indien ein Call Center eröffnet und damit unter vielen Mitarbeitern für Aufruhr darüber gesorgt, dass möglicherweise Arbeitsplätze aus den USA ins Billiglohnland Indien verlegt werden. Dies geht aus US-Berichten hervor.
Stacy Drake, Sprecherin des Konzerns, sprach davon, dass im April ein Pilotprojekt für ein Support-Zentrum im indischen Bangalore gestartet worden sei. Zurzeit berate man sich darüber, für welche Produkte das Zentrum zuständig sein soll. Rund 150 Leute wolle man in diesem Jahr für das Projekt einstellen. Und es könnten noch mehr werden, betonte Drake. Außerdem könne es dazu führen, dass Microsoft Teile der Aktivitäten aus den zurzeit drei US-amerikanischen Support-Zentren (von insgesamt zwölf weltweit) nach Indien verlegt.
"Wir sind ein global tätiges Unternehmen. Darum prüfen wir ständig neue Möglichkeiten, wie wir die Reichweite und Qualität unseres Kundendienstes verbessern können", erläuterte Drake den Schritt. Die Gewerkschaften hingegen monieren die Entscheidung, führe sie doch bloß zum Abbau von Arbeitsplätzen. Das findet auch Marcus Courtney, Präsident der Vereinigung der High-Tech-Angestellten (WashTech): "Dieser Schritt steht im krassen Gegensatz zu allen bisherigen Versprechungen, dass die Verlagerung von Aktivitäten keine Arbeitsplätze in den USA beeinträchtigen werde." (ola)