Notebooks und LCDs sind die Renner

Im Mai 2003 hat das Notebook-Geschäft in den USA erstmals das mit Desktop-Rechnern überholt. Außerdem wurde mehr Geld mit LCDs als mit Röhrenmonitoren erlöst.

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Von
  • Oliver Lau

Im Mai 2003 haben Händler in den USA erstmals mehr Umsatz aus Notebook-Verkäufen als aus Verkäufen von Desktop-PCs erzielt. Dasselbe treffe auch für die Erlöse aus dem Geschäft mit LCD-Monitoren im Vergleich zu den althergebrachten Röhrenbildschirmen zu. Dies geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens NPD Group hervor.

"Es passt zusammen, dass diese beiden Meilensteine gleichzeitig erreicht wurden, handelt es sich bei Notebooks und LCDs doch um wichtige Komponenten, die den Weg vom Home Office hin zum Alltagsgebrauch gangbar gemacht haben", erklärt Stephen Baker, leitender Industrieanalytiker bei NPD: "Die Leute verlangen halt nach Produkten, die ihnen Mobilität und schickes Design bieten."

Der Studie zufolge haben Notebooks im Vergleich zu Desktops in den letzten vier Jahren stark aufgeholt. Noch im Januar 2000 hätten Notebooks nur einen Anteil von 25 Prozent am Gesamtumsatz gehabt, im Mai 2003 seien es dann bereits 54 Prozent gewesen -- entsprechend einem Erlös von knapp 500 Millionen US-Dollar. Das führt Baker auch auf die sinkenden Preise für Notebooks zurück: "Erstmals fielen im Mai die Preise im Schnitt unter 1300 US-Dollar, 250 US-Dollar weniger als ein Jahr zuvor -- und das, obwohl 80 Prozent der Notebooks bereits mit 15-Zoll-LCDs und 86 Prozent mit eingebauten CD-Brennern ausgestattet sind."

Das Geschäft mit LC-Displays sei immer besser gelaufen, weil die Hersteller die Preise für die Flachbildschirme in den vergangenen zwei Jahren drastisch gesenkt hätten, heißt es in der Studie weiter. Im Mai seien 52 Prozent sämtlicher verkaufter Einheiten Flachbildschirme gewesen -- entsprechend 70 Prozent des Gesamtumsatzes mit Monitoren. Ein Jahr zuvor waren es nur 22 respektive 40 Prozent.

"LCDs sind schön schlank und wirken attraktiver als ihre klobigen Röhren-Brüder", erklärt Baker das Studienergebnis, "Da sind die Konsumenten gerne bereit, ein paar Dollar mehr auszugeben." (ola)