Ingres 9.3 zielt auf Anwender der Konkurrenz
Vor allem verbesserte SQL-Funktionen sollen Anwender anderer Datenbanken motivieren, auf Ingres 9.3 umzusteigen.
- Christian Kirsch
Als wichtige Fähigkeit der neuen Version 9.3 des freien Datenbankmanagementsystems Ingres hebt der Hersteller eine vereinfachte Migration von anderen Produkten hervor. Helfen sollen dabei vor allem einige neue und verbesserte SQL-Funktionen.
Die neu eingeführten "Identity columns" benutzen eine SEQUENCE, wie sie der SQL-Standard vorsieht, um monoton steigende Werte der Spalte zu erzeugen. Anders als etwa bei Oracle und MySQL können jedoch INSERT und UPDATE keinen davon abweichenden Wert mehr für diese Spalte festlegen.
Stored Procedures, die Ergebnismengen zurück liefern, lassen sich in der FROM-Klausel des SELECT wie eine Tabelle benutzen. Allerdings ist in der Query kein Zugriff auf die von so einer Prozedur gelieferten Large Binary Objects (LOBs) möglich.
Der LIKE-Operator lässt sich jetzt auf Felder vom Type LONG VARCHAR und LONG NVARCHAR anwenden. ODBC-Anwendungen stehen Scrollable Cursors zur Verfügung, und zwar sowohl zum Lesen als auch zum Schreiben von Daten.
Eine vollständige Liste der Änderungen enthalten die Release-Notes (PDF-Datei). Bislang ist nur die Windows-Version von Ingres 9.3 zum Download erhältlich.
Siehe dazu auch:
- Ingres im heise-Software-Verzeichnis
(ck)