DATEV widersteht schwacher Konjunktur

Die Genossenschaft der steuer- und rechtsberatenden Berufe konnte trotz schlechter Entwicklung der Mitgliederzahlen den Umsatz steigern.

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Von
  • Oliver Lau

Die DATEV, genossenschaftlicher IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, konnte im vergangenen Jahr den Umsatz um 3,3 Prozent von 548 Millionen auf 566 Millionen Euro erhöhen. Und das, "obwohl 2002 für unsere Mitglieder und deren mittelständische Mandantenunternehmen ein sehr schwieriges Jahr war. Sie waren Belastungen ausgesetzt, deren Auswirkungen auch die DATEV spürte", kommentierte Vorstandschef Dieter Kempf das positive Ergebnis.

Die Zahl der Beschäftigten stieg zum 1. Juli auf 5411. Im Vorjahr waren es noch 5347. Das schwache Mitgliederwachstum von 0,7 Prozent auf jetzt 38.943 Mitglieder führt Kempf auf die geringe Neigung jüngerer Steuerberater zurück, sich selbstständig zu machen. Außerdem beeinflussten Sozietäten die Statistik. Musste früher noch jeder einzelne Sozius Mitglied bei der DATEV werden, gelte diese Regelung nun für die gesamte Sozietät.

Kempf begründet die gute Entwicklung mit effizientem Kostenmanagement und der Erschließung neuer Marktfelder. Trotz des bereits hohen Marktanteils konnten neue Anwender für die Produktgruppen Steuern, Rechnungswesen und Lohnabrechnung gewonnen werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Kempf nur mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 1,5 Prozent. Das Ergebnis werde allerdings unter dem Vorjahresniveau liegen. (ola)