Itanium 2: HP weit voraus
Die jetzt veröffentlichten SPEC-Werte für das Altix-3000-System von SGI machen deutlich, welchen Vorsprung die Firma HP mit ihren Itanium-2-Plattformen hat.
Die jetzt veröffentlichten SPEC-Resultate für die Itanium-2-Madison-Systeme von SGI, Altix 3000, machen deutlich, welchen Vorsprung die Firma HP mit ihren Itanium-2-Plattformen hat. Mit 1077 SPECint_2000base bleibt das Altix-3000-System (SGI-Linux-Variante ProPack und Intel Compiler) nämlich um nahezu 25 Prozent hinter dem SPECint_2000base-Wert von 1322 des HP-Servers rx2600 zurück. Im SPECfp_2000base ist der Vorsprung indes nicht so krass: 2119 zu 2041.
Es war also kein Wunder, dass Intel zum Launch des Itanium 2 nicht die Benchmark-Ergebnisse des hauseigenen Tiger-Systems bekannt gegeben hat (das als OEM-Produkt von vielen Firmen angeboten wird), sondern diejenigen der HP-Workstations und -Server. Auch auf einem Itanium-2-Workshop Mitte der Woche in MĂĽnchen hielt sich auĂźer HP die versammelte Herstellerschar wie IBM, Bull, Dell, Unisys, Maxdata, und NEC mit Benchmarkwerten zurĂĽck; Fujitsu Siemens und SGI fehlten auf dem Event. Doch SGI hatte bei der SPEC schon offizielle Werte eingereicht - noch vor HP.
Die Unterschiede dürften aber nur zum Teil auf der Hardware beruhen (HP ist stolz auf die eigenen Chipsätze zx1 und neuerdings sx1000). Sie zeigen vielmehr die Leistungsfähigkeit der HP-Compiler unter HP-UX. Und so ist HP auch zuversichtlich, den TPC-Rekord, mit dem IBM den Itanium-2-Launch etwas verhagelt hatte, wieder ins HP/Intel-Lager zurückzuholen, denn die 658.277 tpmC des HP Superdome waren zur Erbauung von Microsoft unter Windows Server 2003 ermittelt worden und nicht unter dem schnelleren HP-UX. (as)