Handy am Ohr soll Kurzzeitgedächtnis verbessern
Britische Forscher wollen herausgefunden haben, dass ein Mobiltelefon an der Ohrmuschel das Kurzzeitgedächtnis verbessert -- allerdings nur bei Männern.
Hieß es früher scherzhaft, leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhten das Denkvermögen, müssen Männer heute wohl nur noch ein Handy ans Ohr halten, um ihre Hirnleistung zu erhöhen -- so lautet zumindest eine Theorie von Wissenschaftlern der Universität Bradford. Die britischen Forscher wollen herausgefunden haben, dass ein Mobiltelefon an der Ohrmuschel das Kurzzeitgedächtnis verbessert -- allerdings nur bei Männern.
Die Theorie von Dr. Jim Smythe und Professor Brenda Costall basiert auf einer Studie, bei der 33 männliche und 29 weibliche Studenten zahlreiche Gedächtnisaufgaben zu bewältigen hatten. Die Probanden absolvierten die Tests entweder mit einem 15 Minuten lang eingeschalteten Handy am linken Ohr, oder -- ohne Wissen der Probanden -- bei ausgeschaltetem Mobiltelefon
Bei der Überprüfung des Kurzzeitgedächtnisses stellte sich heraus, dass die Probanden mit einem aktiven Handy am Ohr besser abgeschnitten hatten. Erstaunlicherweise war dieser Effekt jedoch nur bei den männlichen Teilnehmern zu beobachten. Beim Test des Langzeitgedächtnisses ließen sich hingegen keine signifikanten Unterschiede der kognitiven Leistungsfähigkeit der verschiedenen Gruppen erkennen.
Die Wissenschaftler warnen aber: Wenn elektromagnetische Strahlung tatsächlich einen Effekt auf die Hirnfunktion habe, könne sie möglicherweise auch Schaden anrichten. (pmz)