Kai @ MAX 2009 - Keynote Tag 2

Es keine triviale Aufgabe ist, länderübergreifende Zahlungs- und Abrechnungssysteme anzubieten, warum muss es aber immer die USA-Fokussierung von allem sein, was aus den Häusern Apple, Adobe, Microsoft etc. kommt.

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Von
  • Kai König

Das ist nur ein sehr kurzer Post mit einigen empfehlenswerten und interessanten Hinweisen und Infos:

Wer erwartet hat, nach der ersten Keynote am Montag viele neue Techniken und neue Releases von {Photoshop|Flash|InDesign|...} CS5 vorgeführt zu bekommen, der wurde leider in der Keynote des zweiten Tags enttäuscht. Was es hingegen zu sehen gab, waren viele durchaus beeindruckende Demos und Fallstudien, die den Einsatz von Adobe-Techniken in (größtenteils US-amerikanischen) Unternehmen zeigte:

  • Major League Baseball (MLB): Flash-basierte HD-Video Livestreaming der MLB-Spiele im Web.
  • Video-Analytics mit Omniture und Adobes Open Source Media Framework
  • FedEx: Visuelles Tracking von besonders kritischen Kundensendungen (Kunstwerke, Medizin etc.) mit einer Flex- und LiveCycle-Data-Services-Anwendung. FedEx benutzt ESRI als Kartengrundlage und die Anwendung integriert neben den GPS-Koordinaten des Fahrzeugs auch Sensordaten wie Temperatur von KĂĽhlaggregaten, Motor etc.
  • Pogo.com - die angeblich "stickieste" Seite im gesamten Internet – ein Portal mit kleinen, schnellen Flash-Online-Spielen und ĂĽber einer Million registrierter und zahlender Benutzer.
hier

Zum Schluss wurde noch der AIR Distribution Manager eingeführt, der meiner Ansicht nach zusammen mit dem AIR Marketplace die Vorstufe zu einem Adobe AppStore bildet. Das Modell des Distribution Manager ist denkbar einfach – Integration einer Bibliothek und 5 bis 10 Zeilen ActionScript-Code machen's möglich. Problem: es ist nur in den USA und in Kanada verfügbar. Adobe arbeitet laut offiziellen Angaben (in Corporate Lingo) hart daran, die Plattform auch in anderen Märkten verfügbar zu machen. Meine Reaktion in NZ-Slang: "Yeah, right!"

Ich verstehe ja durchaus, dass es keine triviale Aufgabe ist, länderübergreifende Zahlungs- und Abrechnungssysteme anzubieten. Aber mal ehrlich – die reine USA-Fokussierung von allem, was aus den Häusern Apple, Adobe, Microsoft, der TV- und Film-Industrie und anderen Konsorten kommt, geht mir gewaltig gegen den Strich. Verkaufen von Software in anderen Ländern außerhalb der USA (zu deutlich höheren Preisen) ist ja anscheinend auch kein Problem ... Fix it now, Adobe! ()