Elon Musk konkretisiert: Auch Konten, denen man folgt, schlägt Twitter vor

Nicht nur bezahlte Accounts werden bei Twitter künftig im "Für dich"-Feed vorgeschlagen, auch die, denen man folgt – konkretisiert Elon Musk.

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(Bild: Rokas Tenys/Shutterstock.com)

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Erst vor nicht mal mehr 24 Stunden hat Elon Musk angekündigt, dass nur noch Tweets von zahlenden Personen vorgeschlagen werden. Das sorgte offensichtlich bei einigen Nutzerinnen und Nutzern für Verwirrung, denn die Information, was mit den Accounts ist, denen man folgt, blieb aus. Nun schieb Musk hinterher, dass freilich auch diese jene Tweets im "Für dich"-Feed auftauchen, die von Menschen geschrieben werden, denen man folgt. "Vergaß zu erwähnen, dass Konten, denen man folgt, auch in 'Für dich' sein werden."

Eigentlich erscheint es nur logisch, dass man diese Tweets sieht – folgt man ausschließlich deshalb einem Konto und gibt es die Funktion genau dafür. Uneigentlich ist, seit Elon Musk Chef von Twitter ist, vieles zumindest überraschend. So hätte es tatsächlich sein können, dass Konten, denen man folgt, nur noch in der chronologischen Timeline auftauchen. Bei Twitter kann man zwischen einem Vorschlage-Feed und dem chronologischen Feed wählen. Musk hatte geschrieben, dass wer bei Twitter vorgeschlagen werden will, ein Twitter-Blue-Konto haben muss. Auch die Umfrage-Funktion ist künftig nur noch Abonnenten zugänglich. Laut des Twitter-Chefs sei das "der einzig realistische Weg, um sich gegen eine Flut automatisierter Bot-Accounts zur Wehr zu setzen".

Twitter Blue ist in Deutschland bereits seit Februar 2023 verfügbar. Für acht Euro im Monat bekommt man als Privatperson eine Editierfunktion, diese wurde lange gewünscht. Es lassen sich längere Videos teilen, zudem war von Beginn an klar, dass die Tweets bevorzugt behandelt würden. On top gibt es natürlich den weißen Haken auf blauem Grund neben dem Profilnamen. Profilbilder können als NFT hinzugefügt werden. Die bisherigen Haken zur Verifizierung von Persönlichkeiten und Accountinhabern sollen ab dem 1. April verschwinden. Da es keine Möglichkeit gibt, sie allesamt auf einmal abzuschalten, wird das voraussichtlich mindestens einige Tage dauern.

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Unternehmen und Organisationen zahlen für das Abo-Modell künftig 950 Euro im Monat, weitere, anhängende Accounts sollen noch mal jeweils 50 Euro kosten. Twitter braucht Einnahmequellen. Musk hatte erst vor ein paar Tagen gesagt, der Kurznachrichtendienst sei nur noch etwa die Hälfte von dem wert, was er bezahlt hat – nämlich 20 Milliarden US-Dollar.

(emw)