Ermittlungen gegen SAP-Gründer Hopp endgültig eingestellt

Hopp hatte mit Geld aus seiner eigenen gemeinnützigen Stiftung für Bernhard Termühlen, den Vorstandsvorsitzenden des Finanzdienstleisters MLP, gebürgt.

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  • dpa

Die Ermittlungen gegen den SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp wegen Untreue sind endgültig eingestellt worden. Der Mannheimer Oberstaatsanwalt Hubert Jobski teilte am Montag mit, der Verdacht der Untreue habe sich nicht bestätigt. Hopp hatte mit Geld aus seiner eigenen gemeinnützigen Stiftung für Bernhard Termühlen, den Vorstandsvorsitzenden des Finanzdienstleisters MLP, gebürgt. Die Gefahr einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit bestehe derzeit nicht, sagte Jobski. Es werde aber weiter geprüft, ob gegen gemeinnützigkeitsrechtliche Vorschriften verstoßen wurde.

Bei den Ermittlungen waren auch Privat- und Büroräume Hopps durchsucht worden. Der ehemalige Aufsichtsratschef des größten deutschen Software-Konzerns in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) hatte während des Verfahrens angekündigt, rechtliche Schritte gegen das Vorgehen der Staatsanwaltschaft zu ergreifen.

Ende Mai hatte das Mannheimer Landgericht bereits mitgeteilt, es gebe keine hinreichenden Beweise mehr für einen Tatverdacht. Ausschlaggebend für die Einstellung sei eine so genannte Patronatserklärung gewesen. Darin habe Hopp erklärt, bei einem Ausfall der Bürgschaft mit seinem Privatvermögen zu haften. Der Tatbestand der Untreue sei damit ausgeschlossen, da der Stiftung kein Vermögensschaden entstehen könne. (dpa) / (jk)