Wandelanleihe der KfW belastet T-Aktie

Durch die Emission wird sich der Anteil der KfW-T-Aktien auf 6 Prozent reduzieren. An der Telekom hält der Bund direkt 31 Prozent, ein weiteres Paket von 12 Prozent hatte er bislang bei der KfW geparkt.

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  • dpa

Die Pläne der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), eine milliardenschwere Wandelanleihe auf T- Aktien auszugeben, haben den Börsenkurs schwer belastet. Wie die staatliche Förderbank am heutigen Dienstag mitteilte, soll das Gesamtvolumen der Anleihe bei rund 4,5 Milliarden Euro liegen. An der Börse verlor die Aktie des größten europäischen Telekommunikationskonzerns mehr als gut 3 Prozent und notierte am frühen Abend bei 12,85 Euro.

Durch die Emission wird sich der Anteil der bei der KfW liegenden T-Aktien um die Hälfte auf 6 Prozent reduzieren. An der Telekom hält der Bund direkt 31 Prozent, ein weiteres Paket von 12 Prozent hatte er bislang bei der KfW geparkt. Nach einer erfolgreichen Platzierung der Anleihe würde sich der direkte und indirekte Bundesanteil an der Deutschen Telekom auf etwa 37 Prozent reduziert haben.

Für die Anleihe soll eine Laufzeit von 5 Jahren gelten. Sie kann nach 3 Jahren gekündigt werden, falls der Aktienkurs den Umtauschpreis um mehr als 20 Prozent übersteigt. Die Anleihe richtet sich an internationale Investoren. Die Nachfrage sei sehr groß gewesen, hieß es in Börsenkreisen.

Die Mittel aus der Transaktion sollen dabei sowohl der KfW wie auch dem Bund zufließen. Die Telekom begrüßte die Entscheidung der Bank. Die Anleihe sei eine für die T-Aktie "marktschonende Maßnahme", mit welcher die Finanzierungserfordernisse der KfW und des Bundes berücksichtigt würden, erklärte das Unternehmen in Bonn.

Das Bundesfinanzministerium wies unterdessen einen Zusammenhang zwischen der Anleihenemission und der Finanzierung der geplanten Steuerreform zurück. Der Zeitpunkt sei reiner Zufall, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Niemand wisse, wie hoch der Erlös ausfalle und wann er fließe, damit er haushaltswirksam werden könne.

Dennoch bewertete das Ministerium die Ankündigung der KfW positiv: Die Zinsen der Umtauschanleihe, die die KfW an die Investoren zahlen müsse, seien vergleichsweise gering und dies käme dem Bund ebenfalls zu Gute. (dpa) / (jk)