IT-Branchenverband begrüßt Verlängerung des Greencard-Programms

Deutschland sei trotz der angespannten Marktlage in bestimmten Segmenten auf internationale IT-Spezialisten angewiesen, meint der Bitkom.

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Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) begrüßt die Verlängerung der Greencard-Regelung bis Ende 2004. Einen entsprechenden Beschluss hat das Bundeskabinett heute gefasst.

Damit sei rechtzeitig vor Auslaufen der Regelung Ende Juli 2003 sichergestellt, dass hoch qualifizierte IT-Fachkräfte von außerhalb der EU im Bedarfsfall in Deutschland eine befristete Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis erhalten können, teilt der Bitkom mit. Deutschland sei trotz der angespannten Marktlage in bestimmten Segmenten auf internationale IT-Spezialisten angewiesen. Eine Umfrage des Verbandes habe ergeben, dass 12,2 Prozent der in der IT-Branche tätigen Unternehmen bestimmte Spezialisten nicht finden. Jedes fünfte IT-Unternehmen stelle zurzeit zusätzliche Mitarbeiter ein.

Einige Greencard-Inhaber mussten zwar insbesondere durch Firmeninsolvenzen den Arbeitgeber wechseln und sind kurzzeitig arbeitssuchend gemeldet, "aber Dauerarbeitslosigkeit ist hier kein Thema", meint Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms.

Auch habe sich die Struktur der Greencard-Inhaber deutlich geändert. Harms: "Wir reden nicht von dem indischen IT-Spezialisten, der Haus und Hof verlässt um für fünf Jahre in Deutschland zu arbeiten. Heute werden viele Greencards an Absolventen deutscher Hochschulen vergeben, die Deutsch sprechen und sozial gut vernetzt sind. Vormals haben wir uns den Luxus geleistet, solche Leute für viel Geld auszubilden, und waren sie fertig, schickten wir sie nach Hause. Hier schafft die Greencard eine vernünftige Lösung." (anw)