Nokia versucht Comeback in den USA
Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia greift in den USA den dortigen Marktführer Motorola mit einer Reihe neuer Mobiltelefone an.
Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia greift in den USA den dortigen Marktführer Motorola mit einer Reihe neuer Mobiltelefone an, berichtet das Wall Street Journal. Allein in den vergangenen zwölf Monaten habe Nokia 15 neue Modelle auf den US-Markt geworfen. Konsumenten können mittlerweile zwischen rund 40 verschiedenen Handys wählen. Und trotzdem meint Pekka Vartiainen, Chef von Nokia Mobile Phones USA, dass das US-Portfolio noch lückenhaft sei, besonders im Highend-Segment.
Für Nokia sind die USA der Markt mit dem größten Potenzial -- und neben China, Japan und Südkorea der einzige große Markt, den die Finnen nicht dominieren. Dort Anteile zu gewinnen, könnte Nokia helfen, die durch die Lungenseuche SARS bedingten Umsatzeinbrüche in Asien zu lindern. Aber vor allem könnte Nokia wieder Boden gegen den Konkurrenten Motorola gut machen, der einer Studie der Marktforscher bei Gartner zufolge Nokia im letzten Jahr in den USA überrundet hat. In verkauften Einheiten gerechnet, hatte Motorola im ersten Quartal einen Marktanteil von 32 Prozent, Nokia nur noch 29 Prozent.
Analystenmeinungen zufolge wird Nokia den weltweiten Umsatz im zweiten Quartal um ein Prozent auf 7,02 Milliarden Euro steigern können. Gleichzeitig werde aber der Nettogewinn um 41 Prozent auf 509 Millionen Euro zurückgehen -- bedingt durch Aufwendungen zur Restrukturierung des Netzwerkgeschäfts in Höhe von 350 bis 400 Millionen Euro, räumen die Nokia-Manager ein. Am 17. Juli veröffentlicht Nokia die endgültigen Quartalszahlen. (ola)