Wolkenlöcher für optische Kommunikation

Französische Wissenschaftler haben eine Technik entwickelt, die optische Kommunikation mit Lasern auch unter schwierigen Umweltbedingungen ermöglichen könnte.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Optische Kommunikation über längere freie Strecken wird durch atmosphärische Bedingungen stark begrenzt. Französische Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass sich diese Begrenzungen, die besonders durch Luftfeuchtigkeit entstehen, mit Hilfe extrem starker (1014W/cm2) ultrakurzer (120 Femtosekunden) Laserpulse umgehen lassen.

Francois Courvoisier und Kollegen berichten in der Fachzeitschrift Applied Physics Letters (Courvoisier et al., APL Vol 83, No. 2, 14 July 2003, S. 213) von Experimenten, bei denen sie in künstlichen Wolken mit Wassertröpfen von bis zu 95 Mikrometer Größe so genannte Filamente erzeugt haben. Diese mehrere hundert Meter langen und etwa 160 Mikrometer durchmessenden Kanäle "umschließen" quasi den Laserpuls und breiten sich in der Wolke ohne großen Energieverlust aus. Die Wissenschaftler wollen die Technik jetzt auch unter kontrollierten natürlichen Bedingungen erproben. (wst)