Endgültiges Aus für STP
Der Insolvenzverwalter des Pleite gegangenen Leiterplatten-Herstellers kündigte die Einstellung der Produktion zu Ende Juli an.
Am heutigen Donnerstag teilte Volker Viniol, Insolvenzverwalter des defizitären Leiterplatten-Herstellers STP, der dpa mit, dass die Produktion zum Ende des Monats endgültig eingestellt werde. Viniol gab sich kurz nach der Pleite noch optimistisch, als mehrere Unternehmen Interesse an der Übernahme des Betriebs bekundeten. Kurz darauf prognostizierte aber IG-Metall-Gewerkschaftsekretärin Jutta Dahlmann auf einer Belegschaftsversammlung das endgültige Aus für die verbliebenen 420 der früher über 800 Beschäftigten.
Die Europäische Kommission hatte Anfang Juni noch rund drei Millionen Euro als Darlehen zur Verfügung gestellt. Das Geld sei aber nicht mehr eingesetzt worden, sagte Viniol: "Ob wir noch die Kurve bekommen hätten, wenn das Geld früher aus Brüssel geflossen wäre, das ist offen." STP habe nach der Insolvenzeröffnung Umsatzverluste hinnehmen müssen. Viele Kunden seien abgesprungen.
STP gehört zum Familienunternehmen Mayer & Cie, einem Hersteller von Rundstrickmaschinen, das den Betrieb 1995 vom Computerkonzern IBM übernommen hatte. (ola)