Musikindustrie will eigenes Internet-Musikportal eröffnen

In der kommenden Woche wollen die großen Musiklabels Details zum Phonoline genannten Musikportal bekanntgeben, mit dem sie den Tauschbörsianern und Raubkopierern Paroli bieten wollen.

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Von
  • Oliver Lau

Vertreter der deutschen Musikindustrie haben sich darauf geeinigt, den Milliardenverlusten durch im Internet kursierende Raubkopien mit Hilfe einer eigenen Online-Verkaufsplattform entgegenzutreten. Die groĂźen Labels, darunter Universal, Sony, Warner, BMG und EMI werden voraussichtlich in der kommenden Woche Details zu dem Vorhaben bekannt geben. Dies geht aus einem Bericht der Financial Times hervor.

Phonoline soll die neue Plattform heißen. Auf welcher Plattform das Portal letztlich laufen wird, zeigt schon die Tatsache, dass man beim Aufrufen des Phonoline-Links auf die Homepage von Phononet umgeleitet wird. Phononet stellt ein B2B-Portal zur Verfügung, das einzelne Medienpartner zum Aufbau eigener Musikportale nutzen können. So lässt sich auch vermuten, dass es sich bei Phonoline tatsächlich um eine konzertierte Aktion sämtlicher Major Labels handelt, denn Phononet ist eine einhundertprozentige Tochter des deutschen Ablegers des Lobbyverbandes der Musikindustrie International Federation of the Phonographic Industry (IFPI). (ola)