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Längeres Arbeiten ohne bewusste Entspannungspausen am Computer führt zu Muskelverspannungen und übermäßiger Atmungsfrequenz.
Wer achtet schon beim Tippen oder Mausklicken auf Verspannungen in seinem Körper. Aber gerade das sollte man tun, sagen Forscher vom Institute for Holistic Healing Studies an der San Francisco State University. Und zwar haben dort Dr. Erik Peper und sein Team 18 Rechtshänder beim Tastaturtippen und Mausklicken hinsichtlich Muskelverspannungen im oberen Rückenbereich, der rechten Schulter und dem rechten Unterarm beobachtet.
Gemessen wurden mittels Elektromyogrammen die Aktionsströme in den jeweiligen Muskelpartien und zum anderen die Atmungsrate. Fast ausnahmslos konnten die Wissenschaftler bei ihren Probanden alsbald stärkere Verspannungen in allen oben genannten Muskelbereichen feststellen. Die meisten Teilnehmer waren sich der permanenten Anspannung sowie einer erhöhten Atmungsfrequenz nicht bewusst oder registrierten dies erst, wenn sich nach längerer Tipperei leichte Schmerzen auf Grund der Verspannungen einstellten.
Die Mitglieder einer Kontrollgruppe, welcher man die Messungen des Elektromyographen direkt präsentierte und die per Biofeedback auf die erhöhten Werte mit vorgelernten Entspannungsübungen reagierten, konnten damit sowohl die Muskelanspannungen als auch die Atmung wieder auf Normalmaß reduzieren.
Fazit der Untersuchung: Alle, die viel am Computer arbeiten, sollten, um chronischen Verspannungen oder dem Risiko einer Hyperventilation vorzubeugen, sich ihrer Muskelaktivitäten und ihrer Atmung bewusst sein und auf erhöhte Werte mit Pausen der Entspannung reagieren. (ae)