Ab 2010 gelten in Hannovers Umweltzone schärfere Regeln
- Gernot Goppelt
In Hannover gelten vom kommenden Jahr an schärfere Vorschriften für die Umweltzone . Vom 1. Januar 2010 an dürften nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette in das Stadtzentrum einfahren, teilte ein Sprecher der Stadt am Freitag mit. Fahrzeuge mit einer gelben Plakette sollten rechtzeitig mit einem Rußpartikelfilter nachgerüstet werden. Ausnahmegenehmigungen gibt es unter anderem für Spezialfahrzeuge, die maximal 2000 Kilometer pro Jahr in der Umweltzone fahren und für Autos der Schadstoffklasse Euro 3, für die es keinen Nachrüstsatz gibt. Das Fahrverbot für schadstoffreiche Autos gilt in mehr als 30 deutschen Städten.
Gegen die zunächst sehr strengen Vorschriften zur Umweltzone hatte es vor allem von Unternehmen Proteste gegeben. Anschließend lockerte die Stadt die Regeln und ließ Ausnahmen für Werkstattwagen von Handwerksbetrieben sowie Wohnmobile zu. Bei Gewerbetreibenden und Freiberuflern genügt eine Bescheinigung des Steuerberaters, dass die Ausmusterung des Autos und der Ersatz zu einer Existenzgefährdung des Betriebes führen würden. Auch private Autobesitzer mit einem Nettoverdienst von unter 1290 Euro können eine Ausnahme beantragen.
Hannover hatte Anfang 2008 als erste niedersächsische Stadt die Umweltzone eingerichtet. Das Verbot für Fahrzeuge mit hohen Feinstaubemissionen wurde in drei Schritten vollzogen. Zunächst durften nur noch Fahrzeuge mit roter, gelber oder grüner Plakette in die Innenstadt fahren. Anfang 2009 hatten nur noch Autos mit gelber oder grüner Plakette freie Fahrt. Im kommenden Jahr haben nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette grünes Licht in die Umweltzone. Wer keine Plakette hat und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.(dpa) (ggo)