"Prinzen"-Sänger kritisiert die Musikindustrie

Sebastian Krumbiegel meint, die Musikindustrie habe Musik häufig zu einer austauschbaren, künstlichen Ware gemacht.

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Der Sänger der deutschen Band "Die Prinzen", Sebastian Krumbiegel, kritisiert die Musikindustrie. Sie habe Musik häufig zu einer austauschbaren, künstlichen Ware gemacht, äußert er sich in einem Vorabbericht des Focus. Viele Menschen könnten nicht mehr erkennen, dass hinter Produktionen Kreativität und harte Arbeit stecke. "Daraus entstand ein Nährboden für Piraterie -- für das schnelle Beschaffen und Wegwerfen von Songs."

Im gleichen Bericht heißt es auch, Gerd Gebhardt, Chef des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft (IFPI), räume Probleme bei der Installation eines Online-Angebots der Musikindustrie ein. Ungeklärte Punkte seien die Technik, Abrechnungswege und Bezahlsysteme. Krumbiegel hingegen meint, es gebe bereits erfolgreiche Modelle, an denen sich die Branche orientieren könne. Das eigentliche Problem sei, dass der Verband sich nicht mit den Plattenfirmen einigen könne.

Gebhardt zählt auf, im vergangenen Jahr habe seine Branche 165 Millionen CD-Alben absetzen können, während im gleichen Zeitraum 260 Millionen Rohlinge mit Musik bespielt worden seien. 2002 seien bei Tonträger-Herstellern 800 Arbeitsplätze abgebaut worden und beim Handel 500.

Siehe dazu auch: (anw)