Chip-Branche sieht bessere Zeiten heraufziehen

FĂĽr die Chip-Industrie mehren sich die Anzeichen eines Aufschwungs.

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Die letzten goldenen Quartale der Chiphersteller und deren Ausrüster sind nun schon einige Zeit her. Seit zwei Jahren muss beispielsweise Applied Materials schmalere Brötchen backen. Der CEO des Chiphersteller-Ausrüsters Michael Splinter sieht aber nun bessere Zeiten heraufkommen. Zuletzt seien die Kunden bei Investitionen noch sehr vorsichtig gewesen, doch das könne sich bald ändern, meint der Firmenchef laut Wall Street Journal.

Splinter hat zusammen mit anderen Unternehmen vor der heute beginnenden Fachmesse Semicon West bereits Zeichen des Aufschwungs ausgemacht. Deshalb bereiten sie sich auf die erhoffte ansteigende Nachfrage vor, heißt es. Als ein Beleg für ein besseres wirtschaftliches Klima sollen die Zahlen des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) sein. Die Taiwaner hatten vergangene Woche gemeldet, die Fertigungsanlagen seien bis zu 86 Prozent ausgelastet, gegenüber 67 Prozent im vorigen Quartal.

Die Marktforscher von Gartner prophezeien, die Investitionen der Chiphersteller werden in diesem Jahr um 8 Prozent auf 29,9 Milliarden US-Dollar steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr um 38 Prozent gesunken waren. Im nächsten Jahr sollen die Investitionen sogar um 37 Prozent anziehen. Vor einem warnt aber Michael Splinter, nämlich dass ähnlich wie im Jahr 2000 eine Euphorie zur Annahme einer längeren Aufschwungperiode und zu überzogenen Umsatzerwartungen verleitet. (anw)