Studie: Computerkenntnisse am Arbeitsplatz unverzichtbar

Einer Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung zufolge wird der Arbeitsalltag der Beschäftigten zunehmend durch Computer und Internet bestimmt.

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Von
  • Oliver Lau

Im Zuge fortschreitender Computerisierung wird der Arbeitsalltag der Beschäftigten immer mehr durch Computer und Internet bestimmt. Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten inzwischen 41 Prozent, in ausgewählten Dienstleistungsbranchen sogar 57 Prozent der Beschäftigten am Computer. Das ist das Ergebnis einer Befragung von rund 4500 deutschen Unternehmen mit fünf und mehr Mitarbeitern, die das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Ende 2002 durchgeführt hat.

Allerdings variiere die Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) von Branche zu Branche sehr stark, heißt es in dem Bericht. Während bei Banken, Versicherern und IKT-Dienstleistern mehr als 80 Prozent am Computer arbeiteten, seien es im verarbeitenden Gewerbe deutlich weniger. Doch selbst in den am schwächsten mit Computern ausgestatteten Betrieben der Verbrauchs- und Grundstoffindustrie (ohne Chemie) sitze immer noch gut ein Drittel der Belegschaft zur Arbeitsverrichtung am Computer.

Auch das Internet gewinne in den Unternehmen immer mehr an Bedeutung, stellt die Studie fest. Mittlerweile seien 93 Prozent der Unternehmen ans Internet angeschlossen -- 8 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2000. Aber nur 43 Prozent aller Beschäftigten verfügten über einen Internetzugang am Arbeitsplatz. Im Jahr 2000 seien es noch 28 Prozent gewesen.

75 Prozent der befragten Unternehmen nutzten das Internet zur Eigendarstellung, so die Studie, 39 Prozent zur Abwicklung von Geschäften. Vor allem dem Handel mit anderen Unternehmen (Business-to-Business, B2B) komme eine große Bedeutung zu.

90 Prozent der Unternehmen investierten in IKT, um ihre Geschäftsprozesse zu beschleunigen. Aber nur 55 Prozent sähen IKT als Motor, um Personalkosten zu senken. Haupthemmnis für ein stärkeres IKT-Engagement seien der Studie zufolge fehlende Kenntnisse des Personals -- immerhin knapp ein Drittel der Unternehmensvertreter empfindet so. (ola)