In der Mannesmann-Affäre läuft die Frist für die Verteidiger ab

Das Gericht muss entscheiden, ob wegen Zahlungen bei der Mannesmann-Übernahme durch Vodafone Anklage unter anderem gegen den Deutsche-Bank-Chef und den IG-Metall-Vorsitzenden erhoben wird.

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  • dpa

Für die Verteidiger in der Mannesmann-Affäre läuft am Dienstag die Frist ab, um zu den Vorwürfen der Ermittler Stellung zu nehmen. Das Düsseldorfer Landgericht wird danach entscheiden, ob die Anklage gegen prominente Wirtschaftsführer zugelassen wird und in einen der spektakulärsten deutschen Wirtschafts-Strafprozesse mündet. Unter den Angeschuldigten sind Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der ehemalige Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser und IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Sie und drei weitere Beschuldigte sollen das Gesellschaftsvermögen um bis zu 111 Millionen Mark (57 Millionen Euro) geschädigt haben. Dabei geht es um umstrittene Prämien und Pensionen in Millionenhöhe, die bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone vereinbart worden waren.

"Bislang sind noch keine abschließenden Stellungnahmen eingegangen, aber auch noch keine Anträge, die Frist zu verlängern", sagte ein Gerichtssprecher. Das Gericht habe die Möglichkeit, einen weiteren Aufschub zu gewähren. Die Frist war bereits um einen Monat verschoben worden.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte gegen sechs Beschuldigte Anklage wegen des Verdachts der Untreue oder der Beihilfe zur Untreue erhoben. Die Anklageschrift umfasst 460 Seiten, die Prozessakten 31 Bände. Die Ankläger haben 61 Zeugen benannt. (dpa) / (jk)