Mittwoch ist der gefährlichste Tag
Internet Security Systems hat heute das Ergebnis seines vierteljährlichen Sicherheitsberichts für das Internet veröffentlicht.
Der vierteljährliche Sicherheitsbericht des Herstellers Internet Security Systems (ISS) gibt Auskunft über Schwachstellen und Angriffe im Internet. Der heute in Atlanta veröffentlichten Studie zufolge ist die Zahl sicherheitsrelevanter Ereignisse im ersten Halbjahr 2003 leicht zurückgegangen. Sie sank von 160,5 Millionen im ersten auf 136,5 Millionen im zweiten Quartal. Dafür hat der Anteil bestätigter Attacken und gefährlicher Vorfälle im gleichen Zeitraum um 13,7 Prozent zugenommen. Insgesamt 727 neue Schwachstellen will das Forschungsteam der X-Force von April bis Juni registriert haben, insgesamt ein Anstieg von 20 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal.
Bei den Angriffszielen verschiebt sich die Häufigkeit weg von FTP- und HTTP-Ports, die aber immer noch unter den Top Ten zu finden sind. Verstärkt werden jetzt Angriffe gegen SQL-Server registriert; auch die Netzwerkports von Ciscos Hot Standby Routing Protocol (HSRP) wurden im Beobachtungszeitraum häufiger angegriffen. Gefährlichster Tag für die IT-Sicherheit war im zweiten Quartal der Mittwoch. Durchschnittlich 1.809.222 Security-Events hat die X-Force nach eigenen Angaben für die Wochenmitte registriert.
Für seine Kunden stellt ISS auch einen Katastrophenindex zur Verfügung, der auf den Beobachtungen basiert und auch in die Produkte implementiert wurde. Neben der Analyse versucht sich ISS bisweilen auch mit der Vorhersage. Die Letzte zum Hackerwettbewerb am 6. Juli ging allerdings gründlich daneben. Die angekündigten Massen-Defacements von Webseiten fand nicht statt, mangels Resonanz wurde der Wettbewerb sogar verlängert. (dab)