FrĂĽhere Google-Forschungschefin an Uni Wien berufen
Mit der Berufung von Monika Henzinger und dazu von Stefanie Rinderle-Ma steigt der Frauenanteil bei den Informatik-Professuren der Universität auf 25 Prozent.
Mit Monika Henzinger und Stefanie Rinderle-Ma hat die Universität Wien zwei Frauen zu Informatik-Professorinnen ernannt. Damit steigt der Frauenanteil bei den Informatik-Professuren der Universität auf 25 Prozent. Die 1966 geborene Henzinger leitete mehrere Jahre die Forschungsabteilung bei Google und lehrte zuletzt am École Polytechnique Fédérale de Lausanne. Sie beschäftigt sich an der Universität Wien seit Beginn des laufenden Semesters mit dem Design von Algorithmen, etwa im Bereich des Web Data Mining.
Die zehn Jahre jüngere Rinderle-Ma habilitierte dieses Jahr an der Universität Ulm und wird ab dem Jahreswechsel die Wiener Professur "Workflow-Systeme international" bekleiden. Nach Angaben aus Ulm hat sie die Position in Wien einem Ruf an die Freie Universität Berlin vorgezogen.
Die 1365 von Herzog Rudolf VI. als Alma Mater Rudolphina Vindobonensis gegründete Universität Wien ist die älteste Universität im deutschen Sprachraum. Seit 1972 wird an ihr im Bereich der Informatik geforscht und gelehrt, doch erst seit Anfang 2004 besteht eine eigene Fakultät für Informatik. In der österreichischen Hauptstadt gibt es noch weitere öffentliche Universitäten, darunter die im Bereich der Informatik bedeutendere Technische Universität.
Der Autor Daniel AJ Sokolov ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der rechtswissenschaftlichen Fakultät (Juridicum) der Universität Wien.
(anw)