Passagiernachverfolgung via Social Network
Die Lufthansa bietet nun einen Dienst an, bei dem der Status einzelner Flüge von verschiedenen Fluggesellschaften an einen Twitter-Account oder an das Facebook-Profil eines Nutzers gesendet und dort angezeigt wird.
Die Fluggesellschaft Lufthansa bietet im Internet nun einen Service an, mit dem Passagiere über ihre Twitter- oder Facebook-Accounts darüber Auskunft geben können, wo sich ihr Flugzeug gerade befindet. Der Passagier gibt dazu auf der Website MySkyStatus.com den Abflugtag und die Flugnummer oder den Abflug- und Ankunftsflughafen ein, nach Auswahl des gewünschten Flugs die Zugangsdaten für das jeweilige Social Network. Über den Twitter-Account oder auf der Profilseite des Nutzers erscheinen Statusmeldungen mit einem Link zu einer Website, die die momentane Position des Flugzeugs in einer Google-Landkarte anzeigt. So könnten Verwandte und Freunde die Ankunft gezielter herbeisehnen. Die Lufthansa bietet den Dienst nicht nur für eigene Flüge an, sondern auch für diverse andere Fluggesellschaften.
Der Kurznachrichtendienst Twitter verhandelt derweil laut US-Medienberichten mit Google und Microsoft über eine Partnerschaft. Dabei würden die Tweets der Nutzer in die Ergebnislisten der Suchmaschinen eingebunden. An den Einnahmen der anbei gezeigten Werbung könnte Twitter beteiligt werden. Bislang werden bei der Internet-Suche etwa mit Google oder Yahoo nur Tweets von einigen Nutzern in den Suchergebnissen aufgelistet. Seit Anfang Juli dieses Jahres listet auch Microsoft in seiner Suchmaschine Bing ausgewählte Tweets.
Twitter hat zudem laut einem Blogeintrag des Unternehmens ein Projekt angekündigt, bei dem Nutzer helfen sollen, die Oberfläche der Website zunächst ins Deutsche, Italienische, Französische und Spanische zu übersetzen. Im ersten Schritt soll ein Kreis ausgewählter Nutzer mit Hilfe eines Tools die Übersetzungen vornehmen. Weitere Nutzer und Sprachen sollen später folgen. Bisher gibt es die Twitter-Oberfläche nur auf Englisch und Japanisch. Ein ähnliches Projekt hatte Facebook Anfang vorigen Jahres gestartet. Es trug dazu bei, dass das Social Network zwei Monate später auch auf Deutsch verfügbar wurde. (anw)