Sony Ericsson rechnet 2003 nicht mehr mit Gewinn

Das Joint Venture des bei Handys recht glĂĽcklosen Mobilfunk-Konzerns Ericsson und Sony konnte den Absatz seiner Mobiltelefone steigern.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Der Handyhersteller Sony Ericsson, Joint Venture des bei Mobiltelefonen recht glücklosen Mobilfunk-Konzerns Ericsson und dem japanischen Elektronikriesen Sony, wird im laufenden Geschäftsjahr entgegen seiner bisherigen Planung weiter rote Zahlen schreiben. Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Vorsteuer-Verlust im Jahresvergleich von 98 auf 102 Millionen Euro.

Im zweiten Halbjahr peilt Sony Ericsson zwar schwarze Zahlen an, selbst wenn dies gelingt, sollen im Gesamtjahr rote Zahlen unter dem Strich stehen. Die Hoffnungen für das zweite Halbjahr begründete die Firma mit steigendem Absatz neuer Produkte. Sony Ericsson habe mit 6,7 Millionen Handys mehr ausgeliefert als ein Jahr zuvor, als man 5 Millionen Stück absetzte. Im zweiten Quartal stiegen damit die Umsätze um 18 Prozent auf 1,125 Milliarden Euro. Die Umsätze mit GSM-Produkten stiegen um 84 Prozent, die mit Handys für den japanischen Markt um 45 Prozent. Vor kurzem hatte der Konzern angekündigt, sich aus dem CDMA-Markt in den USA zurückzuziehen und sich auf Handy-Standards wie eben GSM und UMTS/WCDMA konzentrieren zu wollen.

Das Joint Venture war 2001 an den Start gegangen. Bisher ist es weit hinter den Erwartungen der Mutterkonzerne zurĂĽckgeblieben -- so ist die Firma inzwischen auf den fĂĽnften Platz unter den Handy-Produzenten mit 4,8 Prozent Marktanteil abgerutscht, nachdem Ericsson alleine vor einiger Zeit noch den dritten Platz fĂĽr sich verbuchen konnte. (jk)