Lucent verschiebt Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Das seit mehr als zwei Jahren laufende und angeblich erfolgreiche Restrukturierungsprogramm reicht nicht, um den Netzwerkausrüster wieder in die Gewinnzone zurückzuführen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Man hat es schon nicht leicht als Chef des Telecom-Ausrüsters Lucent. So kann man zwar ab und zu auch mal wieder eine Erfolgsmeldung vorweisen, etwa die Zusammenarbeit mit Juniper gegen Cisco oder einen Großauftrag von E-Plus, geht es aber um die Bilanzen, dann bleibt meist nur, weitere Hiobsbotschaften wie eine weitere Veschiebung der schwarzen Zahlen zu verkünden. Zwar hieß es bei dem schwer angeschlagenen Konzern noch im Mai, das seit mehr als zwei Jahren laufende Restrukturierungsprogramm zahle sich langsam aus -- das reicht aber offensichtlich nicht, um das einst führende Unternehmen unter den Netzwerkausrüstern und Spezialisten für optische Netze wieder in die Gewinnzone zurückzuführen.

Etwas bedröppelt meinte Lucents Finanzchef Frank D'Amelio, die Umsätze im dritten Quartal würden wohl um 18 Prozent unter denen des zweiten Quartals liegen. Der Verlust werde bei 6 bis 8 Cents pro Aktie liegen. Die Umsatzrückgänge führte D'Amelio vor allem auf Schwächen im Geschäft mit Mobilfunklösungen zurück. Auch für das kommende Quartal gebe es große Unsicherheiten im Telecom-Markt, besonders beim Mobilfunk. Daher erwartet er nun die Rückkehr in die Gewinnzone erst für das Geschäftsjahr 2004. Im nachbörslichen Handel an der Wall Street fiel das Lucent-Papier daraufhin auf 1,74 US-Dollar, nachdem die Aktie auf dem Parkett bereits um über 3 Prozent auf 1,92 US-Dollar abgesackt war. (jk)