Online-Hotelvermittler Tourisline stellte Insolvenzantrag
Das 1998 gegründete Stralsunder Internet-Unternehmen legte eine Internet-Datenbank zur Online-Buchung von mehr als einer halben Million Hotels an und beschäftigte in Spitzenzeiten mehr als 100 Mitarbeiter.
Die Stralsunder Tourisline AG hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag sei bereits am Donnerstag vergangener Woche beim Stralsunder Amtsgericht gestellt worden, sagte eine Sprecherin der Konkursabteilung und bestätigte einen Bericht der Ostsee-Zeitung. Das 1998 gegründete Internet-Unternehmen legte eine Internet-Datenbank zur Online-Buchung von mehr als einer halben Million Hotels an und beschäftigte in Spitzenzeiten mehr als 100 Mitarbeiter.
Das Geschäft soll mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Gerhard Brinkmann in vollem Umfang weitergeführt werden und der Standort Stralsund erhalten bleiben. Derzeit arbeiten 45 Mitarbeiter und neun Auszubildende bei der Tourisline AG. Eine ungünstige Gesamtkapitalstruktur mit hohen Zins- und Tilgungsleistungen habe das Unternehmen in akute Liquiditätsengpässe geführt, hieß es bei dem Unternehmen. Angesichts positiver Geschäftsentwicklung mit Einnahmen von rund 100.000 Euro im vergangenen Monat sehe der Vorstand beste Voraussetzungen für eine Sanierung des Unternehmens. (dpa) / (jk)