Studie: US-Raketenabwehrprogramm vermutlich Nonsens
Die Verteidigungsexperten der Bush-Regierung wollen feindliche Raketen noch während der Brennphase abschießen. Ein Expertenteam von 12 Physikern meint aber, das sei technisch gar nicht umzusetzen.
Je eher, desto besser, sagen sich offenbar die Lieblinge der Bush-Regierung, die Raketenabwehrexperten. Und setzen deshalb darauf, feindliche Raketen noch während ihrer Brennphase vom Himmel zu holen -- bevor die Raketen ihre tödliche Fracht verteilen können. Ein Bericht der größten US-amerikanischen Physikergesellschaft American Physical Society (APS) hat jetzt Licht ins Dunkel der technischen Machbarkeit gebracht.
Ob Abwehr zu Lande, zu Wasser, zu Luft oder aus dem Weltraum, die Chancen für ein wirksames Abwehrschild stehen schlecht, meint das Expertendutzend, das drei Jahre an dem Bericht gearbeitet hat. Das Zeitfenster von drei oder vier Minuten für eine Reaktion auf einen Raketenabschuss sei einfach zu klein. Aber die Missile Defense Agency will davon nichts wissen und hat sich im nächsten Haushaltsjahr anderthalb Milliarden US-Dollar zur Weiterentwicklung des Abwehrschilds gesichert.
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