Die Summe der Innovationen macht´s
Einmal im Jahr zeigt BMW, wie viele kleine und etwas größere Innovationen das Autofahren sicherer, komfortabler und sparsamer machen könnten. Elektronik spielt dabei eine immer größere Rolle
- rhi
München, 12. Oktober 2009 – Einmal im Jahr lädt BMW Journalisten zu seinen "Innovationstagen" ein. Das dabei nicht in jedem Jahr Sensationen verkündet werden können, ist klar, dazu hat die Autoindustrie trotz aller derzeitigen Umwälzungen einfach zu lange Innovationszyklen – noch . So gibt es wieder einmal nichts von "der" Elektroauto-Sensation zu berichten – aber so einiges darüber, was noch helfen kann, um Autofahren komfortabler, sicherer und sparsamer zu machen.
Der schöne Schein
Zwar bekommen wir die Gelegenheit, die diesjährige IAA-Studie Vision EfficientDynamics aus der Nähe zu betrachten, doch anfassen oder gar uns reinsetzen dürfen wir nicht. Die zuständigen Designer sagen, dass der sportliche Hybrid-Flügeltürer kaum Chancen auf eine Serienfertigung hat. Jedoch könnte man Elemente wie die Plattform, den Radstand und auch die Technik des 4,60 Meter langen 2+2-Sitzers in anderer Form bei künftigen Serienmodellen wiederfinden. Bestes Beispiel ist der aufgeladene Dreizylinder-Diesel der Studie. Dreizylinderaggregate mit Turboaufladung bergen ein hohes Sparpotenzial, auch die Laufruhe hält man für beherrschbar. 1er oder 3er wären natürliche Kandidaten für ihren Einsatz, auch andere Hersteller wie Mercedes können sich mittlerweile Dreizylindermotoren sogar in der Mittelklasse vorstellen.
Die Summe der Innovationen macht´s (23 Bilder)

Markantestes Zeichen für die Effizienzstrategie von BMW ist die Studie Vision EfficientDynamics.
Leicht, aber bequem
Ein weiteres, schon recht konkretes Element der Studie sind die köperbetont geformten Sitze, bestehend aus einer Kevlarschale, einer so genannten Backbone-Struktur und einzeln befüllbaren Sitzpolstern. Sie vereinen Elemente diverser neuer Sitzkonzepte, welche vor allem zwei Ziele verfolgen: weniger Gewicht und weniger Bauraum. Auffälligstes Konzept ist der bionische Sitz, der an ein menschliches Skelett erinnert. Das kommt nicht von ungefähr: Die oben erwähnte Backbone-Struktur bedeutet nichts anderes, als das die Rücklehne wie eine Wirbelsäule aufgebaut ist. Wird man in den Sitz gepresst, biegt sich die Struktur nach oben, die Kopfstütze rückt näher zum Fahrer. Vergleichbar ist dieser Prozess mit einem Aufrichten im Sessel, um gerade zu sitzen. Sogar 50 Prozent Gewicht gegenüber einem normalen Autositz soll die "Space Comfort Shell" sparen. Das Sitzmöbel wurde aus menschlichen Körperabdrücken abgeleitet und sorgt mit adaptiven Luftkissen für eine optimale egonomische Position des Insassen.