Noch ein Streit bei Pixelpark
Die Bundesanstalt fĂĽr Finanzdienstleistungsaufsicht hat den beiden neuen MiteigentĂĽmern faktisch die Kontrolle ĂĽber das Unternehmen entzogen.
Der angeschlagene Internet-Dienstleister Pixelpark kommt nicht zur Ruhe. Nach einem Bericht des Manager Magazin hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den beiden neuen Miteigentümern Axel Fischer und Wolf-Dieter Gramatke faktisch die Kontrolle über das Unternehmen entzogen. Zugleich wurde am Donnerstag bekannt, dass dem Gründer und langjährigen Vorstandschef Paulus Neef bei der bevorstehenden Hauptversammlung die Entlastung verweigert werden soll.
Die beiden Multimedia-Unternehmer Fischer und Gramatke hatten im Dezember vergangenen Jahres rund 40 Prozent der Pixelpark-Anteile übernommen, die bis dahin dem Medienkonzern Bertelsmann gehörten. Nach Auffassung der Aufsichtsbehörde handelte es sich dabei um eine "Kontrollerlangung". Deshalb müssten Fischer und Gramatke auch allen anderen Pixelpark-Aktionären ein Kaufangebot für ihre Anteile machen. Andernfalls dürfen sie bei der Hauptversammlung am 26. August ihr Stimmrecht nicht ausüben.
Fischer bestätigte der dpa, dass er gemeinsam mit Gramatke gegen die Entscheidung der BaFin Klage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt/Main eingereicht habe. "Das ist noch nicht in trockenen Tüchern, weil der Prozess noch läuft", sagte der Pixelpark-Miteigentümer. An der einstigen Internet-Vorzeigefirma, die seit längerem rote Zahlen schreibt, sind weiterhin auch Bertelsmann mit 20 Prozent sowie Firmengründer Neef mit 17,7 Prozent beteiligt. (dpa) / (jk)