Börsenaufsicht nimmt Spielehersteller unter die Lupe

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC untersucht die Buchungspraktiken mehrerer großer Videospiele-Hersteller.

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Von
  • Johannes Endres

Die amerikanische Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) untersucht die Buchungspraktiken diverser Videospiele-Hersteller. Aus der Sicht der SEC ist die Untersuchung zwar geheim, doch die Anworten der Firmen Activision, Acclaim Entertainment und THQ auf erste Anfragen wurden wie üblich veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass sich die Behörde für die Art interessiert, wie Umsätze eingebucht wurden. Vorsichtshalber bezeichnet Activision diese in seiner Mitteilung an die SEC als "bei Videospiele-Herstellern üblich" ("common to the interactive entertainment industry").

Obwohl sonst keine Details bekannt wurden und weder der Umfang noch die Auswirkungen der Untersuchung abzuschätzen sind, reagierten die Börsianer nervös: Im nachbörslichen Handel fielen die Kurse von Videospiel-Firmen deutlich: Der Activision-Kurs ging von 12,46 auf 11,61 US-Dollar zurück, Acclaim verlor 4 US-Cent auf 0,64 US-Dollar und der Kurs des THQ-Papiers fiel um 70 Cent auf 17 US-Dollar. Die Kursverluste betrafen auch Hersteller wie Electronic Arts (über ein US-Dollar im Minus), obwohl nicht bekannt ist, ob die SEC auch bei dieser Firma die Bilanzpraktiken untersucht. (je)