Pensionskassen gegen AOL

Die US-Staaten Ohio und Kalifornien fordern von AOL Time Warner Schadenersatz für Börsenverluste ihrer Pensionskassen.

vorlesen Druckansicht 45 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Johannes Endres

Die US-Bundesstaaten Ohio und Kalifornien haben am Freitag den Medienkonzern AOL Time Warner auf Schadenersatz für Kursverluste verklagt. Ohio fordert 100 Millionen US-Dollar, Kalifornien 250 Millionen US-Dollar. In beiden Staaten hatten die Pensionsfonds für öffentliche Angestellte Gelder in Aktien des Konzerns angelegt und damit Verluste gemacht. Sie beschuldigen nun AOL und Time Warner, vor ihrer Fusion die Anleger durch falsche Angaben in die Irre geführt und Dokumente gefälscht zu haben.

Die beiden Staaten nehmen nicht an einer bereits laufenden Sammelklage von Kleinaktionären teil, weil dabei "am Ende nur Peanuts abfallen", wie ein Anwalt des Staates Ohio sagte. Andere staatliche Fonds haben mit AOL-Time-Warner-Aktien ebenfalls Verluste eingefahren. Es wird erwartet, dass sie ähnliche Klagen anstrengen. (je)