O2 freut sich über gute Geschäfte

Der kleinste der Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland sieht die eigene Position durch den bisherigen Geschäftsverlauf im Jahr 2003 gestärkt.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der Start ins neue Jahr ist "zu unserer vollsten Zufriedenheit gelaufen": O2 -Chef Rudolf Gröger sieht gegenüber der Financial Times Deutschland keinen Grund zu Jammern. Und es gebe keine Hinweise darauf, dass die weiteren Geschäfte vom bisherigen Verlauf abweichen würden. So soll nun im Jahr 2003 eine "zweistellige Marge auf Basis des operativen Ergebnisses" erreicht werden, meint Gröger -- getreu den eigenen Prognosen. Bislang lag die Marge bei 3 Prozent. Die Finanzzeitung meint zudem, O2, kleinster unter den vier Mobilfunkbetreibern in Deutschland, habe es geschafft, im Zeitraum von April bis Juni 200.000 neue Kunden zu gewinnen.

Gröger prophezeite, E-Plus, den ewigen Konkurrenten und Drittplatzierten unter den Netzbetreibern, in drei Jahren überholt zu haben. Bislang hält O2 acht Prozent Marktanteil, E-Plus 12 Prozent; der niederländische Telecom-Konzern KPN will allerdings den Anteil der deutschen Tochter durch weitere Investitionen wieder stärker ausbauen. Ob das Wettrennen so weitergeht und sich die Hoffnungen Grögers irgendwann erfüllen, wird aber immer wieder in Frage gestellt: Die langfristige Absicherung der Eigenständigkeit sowohl von O2 als auch E-Plus durch die Muttergesellschaften bezweifeln viele Beobachter; eine Fusion der beiden Netzbetreiber dagegen halten sie für die wahrscheinlichste Lösung. So kommentiert die Financial Times Deutschland die Aktionen und Ankündigungen der beiden Protagonisten denn auch recht trocken: Noch ließen beide Anbieter ihre Muskeln spielen, um möglichst stark auszusehen. (jk)