Elmeg meldet Insolvenz an

Der Peiner Kommunikationsspezialist hat Insolvenz angemeldet. Wie es weiter geht, steht in den Sternen. Löhne und Gehälter sollen weiter gezahlt werden.

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Von
  • Oliver Lau

Der Peiner Kommunikationsspezialist Elmeg hat Insolvenz angemeldet. Doch Geschäftsführer Wolfgang Harderich will Investoren finden und mit deren Hilfe das Unternehmen weiterführen. "Wir werden verhindern, dass es Leistungsunterbrechungen gibt", sagte Harderich gegenüber der Peiner Allgemeinen Zeitung (PAZ). Elmeg werde weiter die Kunden beliefern und den zurzeit 300 Mitarbeiter die Löhne und Gehälter weiter zahlen. Die Hausbank HSH Nordbank habe dem Unternehmen bereits eine Überbrückungsfinanzierung zugesagt.

Harderich führt die schlechte Lage auf den schwachen Telekommunikationsmarkt zurück. Trotz stabilen Handels auch mit dem Ausland sei die Elmeg zu sehr von der Deutschen Telekom abhängig gewesen. Immerhin rund 50 Prozent des Umsatzes habe man mit dem Telekommunikationskonzern erwirtschaftet. Die Umsatzrückgänge aus dem Geschäft mit der Telekom habe die Elmeg nicht mehr kompensieren können. Also habe das Management versucht, die Kosten zu reduzieren, und Personal abgebaut. Die Sanierung schlug aber fehl, weil alle Beteiligten, weder die Hausbank, noch die Eigentümer und eine Investorengruppe aus London, das Risiko weiter tragen wollten.

Wie es weitergeht, ist bislang noch unklar. Sogar an Zerschlagung des Unternehmens haben die Verantwortlichen bereits gedacht. Der Name Elmeg verfüge aber über eine gute Reputation, deshalb sei es wahrscheinlich, dass das Kerngeschäft in einem Unternehmen unter diesem Namen weitergeführt werde. Das Management will unbedingt Arbeitsplätze sichern.

Zur CeBIT hatte die Elmeg noch mit einem Kombigerät aus DSL-Router und TK-Anlage von sich reden gemacht. Nach eigenen Angaben verfügt die Elmeg über eine Reihe serienreifer Produkte. (ola)