O2 legt bei Kundenzahl und Marktanteil stark zu

55 Prozent der Kunden hätten eine längerfristige Vertragsbindung an O2, meint der Netzbetreiber; dies führe auch zum höchsten monatlichen Umsatz pro Kunde unter allen Mobilfunkfirmen.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Der viertgrößte deutsche Mobilfunk-Betreiber O2 hat seine Kundenzahlen stark gesteigert. Zum Ende des ersten Quartals 2003/2004 (31. März) zählte die Tochter des britischen Mobilfunkunternehmens mmO2 5,037 Millionen Kunden und damit rund 23 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Zahl der Kunden mit einer Vertragsbindung sei sogar um 34 Prozent gewachsen, heißt es bei O2. Der Anteil der so genannten "Postpaid"-Kunden liege bei über 55 Prozent. Dies sei der höchste Wert unter allen Mobilfunkbetreibern, ist sich O2 sicher; die Ursache für diese Kundenstruktur sieht die Firma vor allem durch Genion begründet, das in der so genannten "Home Zone" ein Telefonieren zu Ortsnetztarifen ermöglicht.

O2 sei in den vergangenen beiden Jahren der Netzbetreiber mit dem prozentual stärksten Zuwachs gewesen, teilte das Unternehmen mit. Den Marktanteil steigerte O2 im Vergleich zum Vorjahr von 7,3 auf 8,3 Prozent. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU, average revenue per user) lag, über das Jahr gemittelt, bei 29 Euro, vor allem wegen des hohen Anteils an Vetragskunden. Vor einem Monat hatte O2 noch von einem ARPU von 28,33 Euro gesprochen; nach den zuletzt verfügbaren Zahlen der Konkurrenz schafft E-Plus einen ARPU von 24 Euro, Vodafone 26 Euro und T-Mobile 23 Euro.

Bereits am gestrigen Montag hatte O2 -Chef Rudolf Gröger kommentiert, der Start ins neue Jahr sei zur vollsten Zufriedenheit der Mobilfunkfirma verlaufen. In spätestens drei Jahren will er E-Plus, mit 12 Prozent Marktanteil Drittplatzierter unter den Netzbetreibern, den Rang abgelaufen haben. Fusionspläne zwischen O2 und E-Plus, die immer wieder diskutiert werden, seien momentan nicht aktuell. (jk)