Michael Jackson gegen Haftstrafen fĂĽr illegale Online-Musikangebote

Der Popsänger verwies auf die Fans, "die den Erfolg des Musikgeschäfts ausmachen" und forderte Künstler, Konsumenten und Plattenindustrie auf, andere Lösungen als härtere Gesetze zu finden.

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  • dpa

Popstar Michael Jackson hat sich heftig gegen Haftstrafen für Internet-Musikpiraten ausgesprochen. Der Vorschlag, Musikfans wegen nicht lizenzierter Musikangebote im Internet ins Gefängnis zu stecken, habe ihm die Sprache verschlagen, sagte der Sänger. "Es ist falsch, Musik herunterzuladen, aber das Gefängnis kann nicht die Antwort darauf sein", wurde Jackson von US-Medien zitiert.

Mit seinem Statement reagierte der selbst erklärte "King of Pop" auf einen Gesetzesvorschlag mit dem Namen Author, Consumer and Computer Owner Protection and Security Act (ACCOPS), der in der vergangenen Woche im US-Repräsentantenhaus eingebracht wurde. Illegale Internet-Tauschangebote von urheberrechtlich geschütztem Material würden damit zum Verbrechen erklärt und mit hohen Geldbußen von bis zu 25.000 US-Dollar für den Upload einer Single und Haftstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Die Plattenindustrie hat in den vergangenen Wochen eine härtere Vorgehensweise gegen Musikpiraten angedroht und bereits die Namen von mehreren hundert Tauschbörsen-Nutzern ermitteln lassen, denen sie illegale Musikangebote vorwirft. Die großen Musiklabels machen die Raubkopierer für einen Rückgang der Plattenverkäufe verantwortlich. Michael Jackson verwies jedoch auf die Fans, "die den Erfolg des Musikgeschäfts ausmachen". Er forderte Künstler, Konsumenten und die Plattenindustrie dazu auf, eine alternative Lösung zu finden. (dpa) / (jk)