EDS behauptet sich gegen den Markttrend
Der texanische IT-Dienstleister ist in die Gewinnzone zurückgekehrt, obwohl die Auftragsbücher der allgemeinen Wirtschaftslage entsprechend nur dürftig gefüllt waren.
Der US-amerikanische E-Business- und Systemberatungs-Konzern EDS konnte sich aus dem verlustreichen ersten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen retten und erfüllte damit die Erwartungen der Analysten.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Texas meldete für das vergangene zweite Quartal einen Nettogewinn in Höhe von 138 Millionen US-Dollar (28 Cent pro Aktie). Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es noch 316 Millionen US-Dollar (64 Cent je Aktie). Ohne Sondereffekte wie Abfindungen für ausgeschiedene Manager und ohne Abschreibungsverluste kommen die Texaner sogar auf einen Erlös in Höhe von 167 Millionen US-Dollar.
Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Quartal auf rund 5,5 Milliarden US-Dollar und übertraf damit leicht die Analysten-Schätzungen von knapp 5,4 Milliarden US-Dollar. Und das, obwohl das Auftragsbuch mit Aufträgen im Gegenwert von 3,4 Milliarden US-Dollar konjunkturbedingt deutlich schwächer gefüllt war als im Vorjahresquartal mit 6,2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum konnte EDS nur knapp 5 Milliarden US-Dollar umsetzen.
EDS-Chef Mike Jordan führt den Erfolg auf sein straffes Programm zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung zurück. Die neu gewonnene Wettbewerbsfähigkeit will Jordan nun in größere Marktanteile umsetzen und dadurch in der zweiten Hälfte 2003 die Umsatz- und Ertragszahlen halten. Er rechnet dabei mit Verkäufen in Höhe von insgesamt 11 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 70 bis 80 US-Cent pro Aktie -- allerdings ohne Einbeziehung von Restrukturierungskosten und anderen Sonderausgaben. (ola)