AT&T mit Quartalsgewinn und schrumpfendem Umsatz

Der Quartalsumsatz fiel gegenĂĽber dem zweiten Quartal 2002 um 8,2 Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar.

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  • dpa

Der US-amerikanische Telecom-Konzern AT&T hat trotz stark schrumpfender Umsätze im Telefonbereich für das zweite Quartal 2003 einen Gewinn ausgewiesen. Die Quartalsdividende wird um 5 Cent auf 23,75 Cent je Aktie aufgestockt. Der Verwaltungsrat hat das Management außerdem ermächtigt, bis zu 2 Milliarden US-Dollar an AT&T-Schulden zu tilgen, teilt heute mit.

Der Quartalsumsatz fiel gegenüber dem zweiten Quartal 2002 um 8,2 Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar. Dabei steuerten die AT&T Business Services, die für das Geschäft mit Unternehmen zuständige Sparte, mit einem Minus von 5 Prozent 6,4 Milliarden US-Dollar zum Gesamtumsatz bei. Die Verbrauchersparte verzeichnete einen drastischen Umsatzrückgang von 18,4 Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar. Dabei machte sich der intensive Wettbewerb im Telefonmarkt und die Abwanderung von Kunden zum Mobilfunk, zum Internet sowie zu Billiganbietern bemerkbar.

AT&T verdiente im zweiten Quartal dieses Jahres 536 Millionen US-Dollar (470 Millionen Euro) gegenüber einem Riesenverlust von 12,8 Milliarden US-Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit. Die dmaligen roten Zahlen basierten auf der Ausgliederung von Geschäftssparten. Der Gewinn pro Aktie betrug 68 Cent gegenüber einem Verlust von 17,11 US-Dollar je Aktie im zweiten Quartal 2002.

AT&T-Chef David Dorman verwies auf die andauernde Konjunkturflaute und den verstärkten Wettbewerbsdruck. Die Ergebnisse des zweiten Quartals reflektierten die "unbarmherzige Kostenkontrolle".

Regionale Telecomunternehmen und AT&T liefern sich zur Zeit erbitterte Schlachten um die Kunden. AT&T darf als Ferngesprächsanbieter inzwischen auch Ortsgespräche anbieten, während die bisher auf das Orts- und Regionalgeschäft konzentrierten Telecomunternehmen landesweit tätig werden dürfen. Dies hat zu weiteren Gebührenabschlägen geführt. (dpa) / (anw)