T-Online und Motor-Presse vor der Trennung [Update]
Das Joint Venture zwischen den beiden Firmen für auto.t-online.de steht vor dem Aus; die Motor-Presse will alleine weitermachen.
Das Joint Venture von T-Online und der Motor-Presse Stuttgart steht nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten vor dem Aus. Der Zeitschriftenverlag will die Anteile von T-Online an der Auto.t-online GmbH & Co. KG erwerben. Motor-Presse-Chef Friedrich Wehrle hat dem Blatt bestätigt, dass das Vorhaben beim Bundeskartellamt angemeldet sei. Die Wettbewershüter gaben bereits grünes Licht: Es habe keine Bedenken gegen eine Komplettübernahme gegeben, sagte eine Behördensprecherin mittlerweile.
Der Internet-Anbieter T-Online und die Motor-Presse betreiben das Internet-Portal zum Thema Auto und Mobilität seit rund zwei Jahren. Offenbar wolle man bei der Motorpresse nicht länger hinnehmen, dass das Portal ein Zuschussgeschäft sei. In Zukunft würden immer mehr Anbieter kostenpflichtige Inhalte im Programm haben, hieß es laut dpa bereits im Frühjahr bei auto.t-online.de. Dies könnte auch der Hintergrund der Übernahme durch die Motor-Presse sein, die durch ihre Fachzeitschriften (etwa auto motor und sport) anders als T-Online über solche Inhalte verfüge, schreibt nun die Zeitung.
Für T-Online könnte dies einer der ersten Rückschläge in der von Firmen-Chef Thomas Holtrop ausgegebenen Strategie darstellen, den Provider zu einem Internet-Medienhaus zu formen. Um dauerhaft Gewinne zu schreiben, will auch T-Online dabei vor allem auf Bezahlinhalte setzen, um die allzu große Abhängigkeit bei den Einnahmen von den Erlösen mit Internet-Zugängen nach und nach abzubauen. (jk)