Qualcomm verklagt Texas Instruments

Der US-amerikanische MobilfunkausrĂĽster geht vor Gericht, da er ein Patentabkommen zwischen beiden Unternehmen verletzt sieht.

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Der US-amerikanische Mobilfunkausrüster Qualcomm geht gegen Texas Instruments (TI) vor Gericht. Qualcomm meint, die Gegenpartei habe ein Patentabkommen verletzt, das beide vor drei Jahren geschlossen haben. Texas Instruments soll durch Veröffentlichung vertraulicher Informationen einen nicht detailliert geschilderten, aber "beträchtlichen" Schaden verursacht haben, heißt es in US-amerikanischen Medienberichten.

TI-Vizepräsident Joseph F. Hubach weist die Vorwürfe von sich. Er kündigt an, dass sich seine Firma energisch wehren werde. Beobachter vermuten, Qualcomm sei von einer Ankündigung von Texas Instruments aufgeschreckt worden, zusammen mit STMicroelectronics und Nokia CDMA-Chips herstellen zu wollen.

Qualcomm hält die meisten Patente auf die CDMA-Technik (Code Division Multiple Access). Das Unternehmen hat bei CDMA-Chips 80 bis 90 Prozent Marktanteil. Das CDMA-Übertragungsverfahren wird für Mobilfunknetze der dritten Generation eingesetzt. Im Dezember 2000 schlossen beide Unternehmen ein so genanntes Cross License Agreement, das beiden Unternehmen gegenseitigen Zugriff auf die Patente gewährt. Dieses Abkommen will Qualcomm nun offenbar aufheben. (anw)