Funkwerk legte kräftig zu

Auf Grund der Übernahme von BinTec Access Networks und der Auftragslage hat das Unternehmen seine Geschäftsprognosen für das laufende Jahr nach oben korrigiert.

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  • dpa

Der Thüringer Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk hat im ersten Halbjahr 2003 nach eigenen Angaben bei Umsatz und Ergebnis kräftig zugelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 70 Prozent auf 77,3 Millionen Euro, teilte das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Kölleda am Dienstag mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 6,9 Millionen Euro nach 2,9 Millionen Euro im Vorjahr. Damit seien die Wachstumsziele beim Umsatz um 35 Prozent und beim Gewinn sogar um 62 Prozent übertroffen worden.

Die Auftragszugänge hätten im ersten Halbjahr mit 73,8 Millionen Euro (Vorjahr: 48,8 Millionen Euro) einen neuen Höchststand erreicht. Dies sei vor allem auf die gewonnenen Aufträge für Mobilfunkterminals für europäische Bahnbetriebe sowie die steigenden Bestellungen aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Der Auftragsbestand belief sich Ende Juni den Angaben zufolge auf 86,1 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es jedoch noch 109,3 Millionen Euro. Allerdings seien inzwischen einige Großaufträge aus den Vorjahren zu großen Teilen abgearbeitet.

Funkwerk mit derzeit rund 800 Mitarbeitern stellt Kommunikationstechnik für Bahngesellschaften und Logistikfirmen her und liefert Verstärkeranlagen für die Automobilindustrie. Im Mai dieses Jahres übernahm die Funkwerk AG den Netzwerkdienstleister BinTec Access Networks GmbH aus Nürnberg. Auf Grund dieser Übernahme und der Auftragslage hatte das Unternehmen seine Geschäftsprognosen für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Danach wird jetzt ein Umsatz von rund 150 Millionen Euro und ein Ergebnis (EBIT) von mehr als 12 Millionen Euro angepeilt. (dpa) / (jk)