MIPI-Allianz will Akzeptanz von Mobilanwendungen fördern
Nokia hat sich mit drei Halbleiterherstellern zusammengetan, um offene Standards für Anwendungen auf mobilen Geräten zu definieren.
Die finnische Nokia hat sich mit den Halbleiterherstellern STMicroelectronics (STM), Texas Instruments (TI) und ARM verbündet, um offene Standards für Anwendungen auf mobilen Geräten zu definieren. MIPI (Mobile Industry Processor Interface) heißt die Allianz, in deren Rahmen die Partner auch den OMAPI-Standard (Open Mobile Application Processor Interface) von STM und TI weiterentwickeln wollen. Weitere Unternehmen sind nach den Wünschen der vier Gründungsmitglieder eingeladen, an MIPI mitzuwirken.
Die Partner sehen MIPI als Ergänzung zu Institutionen wie der Open Mobile Alliance (OMA) oder dem 3rd Generation Partnership Project (3GPP). Während diese beiden Organisationen sich eher auf Dienste und Funkschnittstellen konzentrierten, solle die MIPI-Allianz sich vornehmlich mit Mikroprozessoren, Peripheriegeräten und Softwareschnittstellen beschäftigen.
Benutzer mobiler Geräte und die Betreiber von Funknetzwerken sehnten sich nach neuen Features und Funktionen, glaubt Allen Leibovitch, Marktforscher bei IDC. Standards wie die aus der MIPI-Allianz brächten Hersteller mobiler Komponenten mit Halbleiterfabrikanten und Softwareproduzenten zusammen. Gemeinsam seien sie besonders stark und könnten bessere Produkte in kürzerer Zeit auf den Markt bringen, als wenn die Handy-Hersteller den Alleingang fortsetzen. (ola)