Toshiba weiter verlustreich
Der Elektronikkonzern hat im vergangenen Quartal seinen Verlust verdoppelt. Hauptschuld daran trage der Preiskampf im PC-Sektor, so der Toshiba-Manager Sadazumi Ryu.
Der defizitäre Elektronikkonzern Toshiba hat im vergangenen Quartal gegen den Trend weniger PCs verkauft. Deshalb verdoppelte sich mit umgerechnet gut 268 Millionen Euro der Verlust gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr nahezu. Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um sechs Prozent auf umgerechnet 8,14 Milliarden Euro zurück.
"Die Preise für PCs sind schneller gefallen, als wir erwartet hatten", lamentierte Toshiba-Manager Sadazumi Ryu. Ursprünglich habe er mit Preissenkungen im Bereich um zehn Prozent gerechnet, herausgekommen seien aber tatsächlich 20 Prozent. Außerdem habe Hewlett-Packard den nordamerikanischen Markt mit Notebooks zu Discount-Preisen überschwemmt und damit Toshibas Marge tief in den Keller gezogen. Zum Fehlbetrag beigetragen habe auch das schwache Geschäft mit Flachbildschirm-TV-Geräten in Japan und Nordamerika.
Die Manager halten dennoch an ihren Prognosen fest: Im laufenden Geschäftsjahr will Toshiba einen Nettogewinn in Höhe von umgerechnet gut 291 Millionen Euro erwirtschaften und damit den Vorjahresüberschuss in Höhe von umgerechnet knapp 135 Millionen Euro deutlich übertreffen. (ola)