SAP SI rechnet nicht mit schneller Konjunktur-Erholung
Trotz schwieriger Marktlage und sinkender Umsätze hat die Software-Beratungsfirma und SAP-Tochter auch im zweiten Quartal ihr Ergebnis verbessert.
Trotz schwieriger Marktlage und sinkender Umsätze hat die Software-Beratungsfirma und SAP-Tochter SAP Systems Integration (SAP SI) auch im zweiten Quartal ihr Ergebnis verbessert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im zweiten Quartal auf 8,3 Millionen Euro. Im gleichen Quartal des Vorjahres fielen noch 0,4 Millionen Euro Verlust an. "Wir haben uns in einem unverändert schwierigen Marktumfeld mit sehr verhaltener Investitionsbereitschaft und deutlich verlängerten Entscheidungszyklen weiterhin gut behauptet", sagte SAP-SI-Vorstandsvorsitzender Bernd-Michael Rumpf.
Die anhaltend schwache Konjunktur insbesondere auf dem Kernmarkt Deutschland und die damit verbundene Investitionszurückhaltung führten zu einem Umsatzrückgang im zweiten Quartal um 8,4 Prozent auf 65,5 Millionen Euro gegenüber 71,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2003 stieg der Umsatz leicht um 1 Prozent. Nur in den USA wurde ein Drittel weniger Umsatz erzielt. Nach Angaben von Finanzvorstand Joachim Müller konnte der Gewinn vor allem durch Kosteneinsparungen im Unternehmen erreicht werden. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 1831 auf 1620 Ende Juni. Die allgemeinen Verwaltungskosten wurden um fast die Hälfte gesenkt.
Für das weitere Jahr rechnet SAP SI nicht mit einem Anziehen des Gesamtmarktes und des IT-Service-Geschäftes. Beim Umsatz wird weiterhin kein organisches Wachstum erwartet, jedoch soll er weiter über dem des ersten Halbjahres liegen. Unverändert wird nach Unternehmensangaben daran festgehalten, die Rendite vor Steuern und Zinsen (EBIT-Marge) in diesem Jahr auf 12 bis 14 Prozent zu verbessern. SAP SI bietet mittleren bis großen Unternehmen Dienstleistungen rund um ihre Informationstechnologien. Im Geschäftsjahr 2002 wurde ein Umsatz von 293,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Mit 70 Prozent der Anteile ist das Businesssoftware-Haus SAP Mehrheitseigner von SAP SI. (dpa) / (jk)